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Im März 1998 gründet Peter Behne, Sänger, Schlagzeuger, Komponist und Texter, BOOGIE RADIO. Mitstreiter ist der Hammond Orgel / Klavierspieler Jürgen Magiera. Beide haben Jahre den schwarzen Sänger Eb Davis begleitet. Das Projekt Boogie Radio erweist sich schnell als Selbstläufer. Behne gibt nach und nach seinen Beruf als Drucker auf und widmet sich ganz der Musik. Ein Jahr nach Gründung erscheint auf Out of Space Records, einem kleinen, renommierten Independent Label, die erste CD der Band „Music to watch girls by“. Unterstützt und aufgewertet wir die Produktion von Europas führenden Vertretern des Jump-Blues, BB and the BluesShacks. Die CD wird von der Fachpresse begeistert aufgenommen. Bis heute haben mehr als 5000 Exemplare den Besitzer gewechselt. Für eine deutsche Bluesband ein außergewöhnlicher Erfolg.
Im Jahr 2000 tourt das Duo landauf landab. Eine hohe Belastung für Jürgen Magiera, der ja hauptamtlich weltweit Kirchenorgeln baut. Er entschließt sich, sich mehr und mehr seinem Beruf zu widmen und steigt im Mai 2001 aus.
Bei Streifzügen durch das nächtliche Berlin treffen in einer der vielen kleinen Blues-Kneipen, in denen die Musiker abhängen, wenn sie nicht auf Tour sind, Pete Behne und Dennis Koeckstadt zusammen. Dennis, damals 21 Jahre jung, schillerndes Talent in der deutschen Blues und Boogie Landschaft. Er wohnt mit Chris Rannenberg, dem deutschen Bluespianisten, und Aron Burton, dem Bassisten aus Chicago, der in den 80ern die wichtigsten Platten von Albert Collins mit eingespielt hat, in Berlin Kreuzberg in einer Wohngemeinschaft. Dennis hatte schon mit Frank Muschalle, Vince Weber, Axel Zwingenberger und vielen anderen Größen der Boogie Szene gespielt und sich so schnell einen Namen gemacht.
Die beiden beschließen, ein Stück des Wegs gemeinsam zu gehen. Down the road appiece.
Seit „Music to watch girls by“ auf dem Markt ist, wird immer öfter nach einer kompletten Band gefragt. Die entsteht im Laufe des Sommers 2000. Es handelt sich um Musiker, die sich in der deutschen Bluesgemeinde über viele Jahre einen Namen erarbeitet haben. Zunächst wird das Duo um den Saxophonisten Volker Halbbauer erweitert. Dann kommen Sven Hoffmann, (Gitarre und Harmonika), und Hans Hoffman am Bass hinzu. Die Combo ist fortan auch in verschieden Konstellationen, etwa als Trio oder Quintett unterwegs.
2003 wechselt Dennis zu BB & THE BLUES SHACKS. Auf dem Piano-Hocker nimmt K.C.Miller platz, Bernd Kuchenbecker übernimmt den Kontrabass, der Amerikaner Ben Perkoff die Arbeit am Tenorsaxophon. Fortan wird die Musik noch eigenständiger, authentischer. Es wird noch mehr Wert auf Kompositionen und Texte gelegt.
Im Jahr drei nach der Gründung wird das erste mal die magische Hundert-Gigs-Pro Jahr-Grenze überschritten. Die ersten größeren Festivals in Neubrandenburg (JazzFrühling) Wendelstein (New Orleans Festival), Luxembourg (Jazz & Blues Rally) und auf Rügen (Blue Wave) waren im Programm. Im Herbst folgten noch die Thüringer Jazzmeile (Erfurt und Weimar) und Jüterbog (Jüterboogie). Der krönende Abschluss des Jahres 2000 war das renommierte Bluesfestival Unna . In 2001 gehts weiter mit Braunschweig (Jazz-und Bluesfestival) Wendelstein (inzwischen als Hausband des Nachtcafés), Burghausen (Jazzwoche), Dresden (Dixielandfestival !!!), Düsseldorf (Jazzrally), Biesenthal (Jamboree) um nur die renommiertesten zu nennen. Die Highlights der folgenden Jahre aufzuführen, würde den Rahmen dieses Infos sprengen!
Als Duo war Boogie Radio ein Selbstläufer, als Trio mit Saxophon haben wir noch einen drauf gesetzt. Als Band gibt’s die volle Packung.
Der Atem der Zeit, als der Blues erwachsen wurde. |