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Peter Behne (vocals)

Peter Behne wird am 22.02.49 geboren in Berlin geboren. 1957 zieht er mit seiner 6-Köpfigen Familie über eine Kneipe in den Berliner Stadtteil Wedding, aus deren Rock’o’La-Musikbox bis in die späte Nacht Rock’n’Roll tönt. Das prägt! Da ändern auch Beatlemania und Rolling Stones nichts wesendliches mehr.

1963 entdeckt er im Fundus der Schule, die er besucht ein altes Lefima-Schlagzeug und macht sich dran zu lernen was zu lernen notwendig ist, um Rock’n’Roll zu spielen.

In den darauffolgenden Jahrzehnten gibt es wichtigere Dinge zu tun, als Musik zu machen. So bleibt es bei diversen Kellerbands, zu denen auch eine gehört deren Mastermind  Ralf Möbius heißt, der sich dann später in Rio Reiser umbenennt. Ton Steine Scherben heißt die Band und ist hauptberuflich eine Wohngemeinschaft am Tempelhofer Ufer.

Mitte der Achtziger kommt dann ein Anruf, der Schlagzeuger einer anderen Kellerband sei vom Barhocker gestürzt und schwer verletzt und ein Stöckeschwinger für Blues sei gefragt. Peter übernimmt den Job und lernt Freimuth Fischkal kennen, der dabei ist mit „Loco Joe“ Lichtenberger und Eberhard Post eine Band auf die Beine zu stellen, die den schwarzen Sänger Eb Davis begleitet. Das geht zehn Jahre gut und dann nicht mehr.

In dieser Zeit hat Peter shuffeln gelernt, eine spezielle Art der Begleitung im Blues. Seine Meister waren Fred Below, Odie Payne oder S.P.Leary. Später dann Fran Christina, Per Hansen und Neil Gouvin.  Aber Blues lernt man sowenig von Platten wie Leben aus dem Fernseher. Blues wird in Kneipen weitergegeben, bei Sessions-.

Da lernt Peter auch die Leute kennen, mit denen er 1994 seine erste Band gründet: „Four of a Kind“. Mit bei der Party: Sven Hoffmann, Jan Hirte und Eberhard Post. Die Schwierigkeit im Blues ist ja immer, authentische, vorzugsweise schwarze, Shouter zu finden. Dieser Anspruch wird aufgegeben. Authenzität gegen Ehrlichkeit heißt die neue Devise. Geschichten sollen erzählt werden, die als Transportmittel alte Musik verwenden: Blues.

Peter fängt an zu singen, macht später eine Ausbildung als Sänger. Dieses Konzept geht nicht sofort auf. Nicht weil es falsch ist, sondern weil den Musikern von „Four of a Kind“ dieser Weg zu schwierig ist. Erst Jahre später, als Jan Hirte bei Tommi Schneller’s Extravaganza seine Brötchen verdient, Sven ein Studium begonnen und Eberhard seinen Schwerpunkt in der Familie gefunden hat, ruft Peter Boogie Radio ins Leben.

Jürgen Magiera, Pianist, Orgelbauer und Hammond B3 Spezialist ist der 2. Mann bei Boogie Radio. Sie fangen gleich an, Songs  für eine Platte zu schreiben und sie mit inzwischen Europas Nr.1 Bluesband BB & The Blues Shacks einzuspielen. Die Scheibe wird begeistert von der Fachpresse und vom Publikum aufgenommen, die beiden spielen Land auf Land  ab. Lange geht’s nicht gut.

Musiker werden oder Orgeln bauen ist die Frage für Jürgen Magiera. Es werden Orgeln gebaut und Boogie Radio braucht einen neuen Mann am Piano. Dennis Koeckstadt kommt. Er kann Magiera nicht ersetzen aber der Band eine andere Richtung geben. Boogie im Duo ist Peter auf die Dauer auch zu wenig so erweitert er die Band um Gitarre und Harmonika (wieder Sven Hoffman), Bass (Hans Hoffmann) und Tenor Saxophone (Volker Halbbauer). Die Band ist der Hammer.

Vom Start weg regnet es Anerkennung und was wichtiger ist, Jobs. Im Herbst 2000 wird die Band gegründet, Ende 2001 sind mehr als 100 Jobs gespielt und die Band ist etabliert. So schnell kann das gehen. Aber so glatt läuft es dann doch nicht.

Man kann so gut sein wie man will, wenn man es nicht schafft sich vernünftig zu organisieren. Es stockt irgendwann. BB King kann davon ein Lied singen, oder etwa Dr.John. Der Aufstieg und Fall von Credence Clearwater Revival ist nicht der einer Band die künstlerisch am Ende war, sondern einer die nicht beachtet hat, das dass Finanzamt die Geige fest in der Hand hält und mitspielen will, ob gewünscht oder nicht.

Es kommt zu Umbesetzungen und im Herbst 2005 zu einer neuen Band. Und da sind wir jetzt. Eine kraftvolle Band mit vielen neuen, sehr eigenen Ideen, die an die alte Idee anknüpft: Geschichten erzählen mit dem Transportmittel alter Musik: Blues.

Kontakt: pietb@boogieradio.de